Für uns die Meldung dieser Spielzeit: Nach dem unglücklichen Abstieg letzte Saison und dem verunglückten Start in dieser Saison ist unsere erste Mannschaft überzeugend Meister in der Ersten Rheinhessenliga geworden und spielt somit nächste Saison wieder in der 2. Rheinland-Pfalz-Liga:

Hier der Kommentar des Mannschaftsführers Georg Regis:
Hallo Zusammen,
zuerst vielen Dank für den tollen Einsatz aller Beteiligten und herzlichen Glückwunsch an Alle zum vorzeitigen Aufstieg!
Wisst Ihr noch, wie wir gestartet sind?

Ja genau. Wir sind mit dem letzten Platz gestartet. Ich hatte 3 Spieler eingesetzt, die nicht ausschließlich für unseren Verein spielen und damit einen Regelverstoß aus Unwissenheit begangen. Auch im Nachhinein noch einmal vielen Dank für die vielen verständnisvollen Beileidsbekundungen. Sie haben zwar nichts geändert, aber das Gefühl der Gemeinschaft gestärkt. Frei nach dem Zitat „Die Letzten werden die Ersten sein“ haben wir uns nicht einschüchtern lassen. Der Start war schon vom Verlauf her kurios genug. Wir hätten klar gewinnen müssen und konnten gewonnene Stellungen nicht realisieren und so endete der Kampf 4:4, bevor mein Fehler bemerkt wurde.
In der zweiten Runde ging es mit Ingelheim gegen einen Aufstiegskandidaten und wir holten an den ersten 3 Brettern 3 Punkte und gewannen deutlich mit 5,5 zu 2,5. Wir sprangen damit auf Platz 5 und die Aufholjagd hatte begonnen.
In der dritten Runde ging es gegen Bretzenheim. Vor dem Spiel war psychologische Aufbauarbeit zu leisten, da Frank nach einem missglückten Start an leichten Depressionen litt. Er zeigte aber gegen Bretzenheim, dass er über enorme Kämpferqualitäten verfügt und gewann überzeugend eine schöne Partie. Danach ging es für ihn bergauf! Für uns auch, wir kämpften uns auf Platz 4 vor.
Die vierte Runde war wieder ein „Alles oder Nichts“ Runde. Wir spielten in Bad Kreuznach wieder gegen einen potentiellen Aufstiegskandidaten, der in der dritten Runde gegen Heidesheim 4:4 gespielt hatte. Wir waren also vorgewarnt. Nikita gewann mit gewohnter stoischer Ruhe schnell und brachte uns in Führung. Noah legte nach, aber es sah nicht an allen Brettern gut aus. Zum ersten Mal in meiner Laufbahn übersah ich ein Grundreihenmatt. Beim Stand von 2:3 gegen uns liefen noch drei Partien, die alle auf ein Zeitnotdrama hinausliefen. Bei Max war ich es ja gewohnt, aber bei ihm war es diesmal verhältnismäßig entspannt, da sein Gegner über alles andere als die bessere Zeit und auch nicht über die bessere Stellung verfügte. Nico spielte in Zeitnot sicher und verwertete seinen Vorteil. Das spannende Finale lieferte Andreas. Es stand 4:3 für uns. Andreas stand zwar auf Gewinn musste aber in hoher Zeitnot immer den besten Zug finden. Ich schwitze nicht schnell, aber mir stand der Schweiß auf der Stirn. Er gewann die Partie mit einem Problemzug. Der jugendliche Gegner reichte die Hand zur Gratulation mit bescheidener Laune aber selbstbeherrscht. Wir rückten auf Platz 3 vor.
Die fünfte Runde gegen die Schachfreunde war schwerer, als es das Ergebnis ausdrückt. Lange Zeit war der Ausgang unklar. Wir gewannen zu Hause 6:2 und behaupteten Platz 3.
Im der 6 Runde gegen Bad Kreuznach II gewannen wir überzeugend 7:1 und qualifizierten uns vorzeitig für die Aufstiegsrunde und festigten Platz 3.
Die letzte Runde der Vorrunde war unser Sieg mit 5,5:2,5 weniger spannend als der Ausgang des Spiels Ingelheim gegen Heidesheim, das 4:4 endete. Wir rückten damit vor der Aufstiegsrunde auf den Platz 2.
Vor der Aufstiegsrunde gab Peter in seiner gewohnt trockenen Art den Kommentar, „Wäre schon gut, wenn ihr aufsteigt!“ Das war natürlich richtig und es ist gut gegangen.
Hatten wir am Anfang Pech, so änderte sich das entscheidend in der Aufstiegsrunde. Wir gewannen gegen Ingelheim knapp mit 4,5 :3:5. Wir hätten höher gewinnen können, aber die Ingelheimer verteidigten sich geschickt. Gebannt warteten wir auf das Ergebnis Heidesheim gegen Bad Kreuznach und Heidesheim ließ in der Begegnung Nervenstärke vermissen und verlor. Zum ersten Mal lagen wir auf Platz 1.
Die nächste Runde gegen Bad Kreuznach war relativ schnell entschieden und wir gewannen wieder 4,5 : 3,5. Auch hier hätten wir höher gewinnen können. Noah und ich standen auf Gewinn, verloren aber Beide unsere Partie. Zum ersten Mal schauten wir um 14:00 auf die Ergebnisberichte. Unser Ergebnis lag schon vor, aber Ingelheim Heidesheim fehlte. Um 15:00 Uhr war es dasselbe und erst relativ spät sah ich, dass Heidesheim gegen Ingelheim verlor. Chapeau an Ingelheim, die fair mit vollem kämpferischen Einsatz gespielt haben. Dadurch haben wir nicht nur Platz 1 verteidigt, sondern sind uneinholbar mit 3 Punkten Vorsprung bereits aufgestiegen.

Mitentscheidend für den Aufstieg war der Einsatz der Gastspieler, die mit 14,5 Punkten aus 18 uns einen erheblichen Rückenwind verschafft haben. Bei jedem Spieler bedanke ich mich im Namen der Mannschaft ganz herzlich.
Ein weiterer Grundstein für den Erfolg war das Abschneiden der Ersatzspieler, die mit 6 aus 7 gezeigt haben, dass sie jederzeit in dieser Mannschaft bestehen können.
Bei der Mannschaftsaufstellung war es mir wichtig, talentierte Jugendspieler in der ersten Mannschaft zu integrieren. Wie wichtig das ist, zeigt die hervorragende Entwicklung von Nikita. Noah und Max haben sehr gut gespielt und meine Erwartungen, die bei 60 % lagen klar übertroffen.
Stefan hat eine gute Saison gespielt und sich immer in den Dienst der Mannschaft gestellt, ist einmal sogar mit einer schweren Erkältung angetreten. 5,5 aus 8 ist an einem der vorderen Bretter ein ausgezeichnetes Ergebnis. Die letzte Partie hat er aus mannschaftstaktischen Gründen Remis gegeben. Das war auch bei Andreas der Fall. Frank hat nach einem Fehlstart Kämpferqualitäten gezeigt und sein Score positiv gedreht. Ohne seinen Einsatz in der Aufstiegsrunde wären wir nicht vorzeitig aufgestiegen. Andreas hat gegen Bad Kreuznach eine ganz wichtige Partie gewonnen und mit seiner Erfahrung immer ein gutes Gespür gehabt, wann ein Remis und wann ein Sieg uns weiterbringt. Christian hat mit 100 Prozent ein nicht zu übertreffendes Ergebnis abgeliefert.
