Zum 95. Geburtstag von Wassili Smyslow

26.03.2016 | Peter Binner | Schach | Schreibe einen Kommentar

Wassili Wassiljewitsch Smyslow (russisch Василий Васильевич Смыслов; * 24. März 1921 in Moskau; † 27. März 2010 ebenda), war siebter Schachweltmeister. Wie Mark Taimanov, der ein hervorragender Pianist ist, liebte Smyslov die Musik und erreichte als Bariton ein professionelles Niveau.

Die Teilnehmer des Moskauer Turniers von 1935
Bereits in den 30er Jahren als Teenager beobachtete Smyslow die großen Moskauer Turniere mit Capablanca und Lasker, steigerte seine Spielstärke konsequent weiter und gehörte nach dem Krieg zur absoluten Weltspitze: 1948 belegte Smyslov den fünften Platz im Weltmeisterschaftstunier nach dem Tode Aljechins, in den 50er Jahren war er Dauerrivale von Michail Botwinnik und errang 1957 den Weltmeistertitel, den er allerdings beim Rückkampf 1958 wieder an den Leningrader Rivalen verlor.

Das Avroturnier von 1948                                 Im Wettkampf mit Botwinnik 1954
Bemerkenswert ist, wie lange Smyslov der Weltelite angehörte: 1982/83 setzte er sich gegen Zoltán Ribli und Robert Hübner durch und scheiterte erst gegen den aufkommenden Superstar Garri Kasparov.

                  
Briefmarke zu Ehren des Weltmeisters            Erfolgreich auch mit der Mannschaft der UdSSR, hier mit
Keres, Bronstein und Botwinnik

Nicht nur im praktischen Turnierschach machte Smyslov einen Namen sondern auch als Komponist von Schachendspielen.

  

2010 verstarb Wassili Smyslov kurz nach Vollendung seines 89. Lebensjahres infolge eines Herz-Kreislauf-Versagens.

 

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