Viktor Korchnoi zum 85. Geburtstag

14.03.2016 | Peter Binner | Schach | Schreibe einen Kommentar

Zwar erlernte der am 23. März 1931 in Leningrad geborene Viktor Korchnoi ( russisch: Виктор Львович Корчной) bereits im Alter von sieben Jahren von seinem Vater Lew das Schachspiel, jedoch beeinflussten Krieg und Blockade der Stadt seine Kindheit wesentlich: Sein Vater fiel bereits im November 1941 bei einem Fronteinsatz am Ladogasee und während der „1000 Tage“ der Belagerung musste Viktor den Verlust fast aller Familienmitglieder erleiden.

                            
Flüchtende Zivilbevölkerung                                                            Kampf gegen den strengen Winter

Erst im Herbst 1944 schloss sich Korchnoi dem Schachklub des Leningrader Pionierpalastes an, seine ersten Trainer waren Andrej Batujew, Abram Model und später der in der Sowjetunion sehr bekannte Vladimir Zak, der neben Korchnoi auch Großmeister wie Spasskij, Sosonko oder Kamsky formte.

                   
Andrej Batujew              Abram Model                                          Vladimir Zak mit dem jungen Spasskij

Die ersten Meilensteine seiner Karriere waren seine Siege bei den nationalen Juniorenmeisterschaften 1947 und 1948, seit Anfang der 50er Jahre gehörte Korchnoi zur nationalen Spitze der Sowjetunion, seit 1954 hatte der den Titel des Internationalen Meisters, seit 1956 den des Großmeisters der FIDE inne.

              In In den 50ern: mit Paul Keres                                              und mit Michail Tal

Kortschnoi gewann viermal den Titel des UdSSR-Meisters (1960, 1962, 1964, 1970). Insgesamt sechsmal war er mit der sowjetischen Mannschaft der UdSSR bei Schacholympiaden (1960, 1966, 1968, 1970, 1972 und 1974) siegreich.

     

In den 70ern mit Karpov, Petrosjan, Polugajevski             1977 setzt sich Korchnoi gegen Spasskij durch

Legendär sind seine Auseinandersetzungen um den WM Titel mit Anatolij Karpov in den Jahren 1978 und 1981, in denen er unterlag.

 

Mit FIDE Präsident und Ex-Weltmeister                   Beim WM-Kampf 1978 mit Karpov in Baguio
Max  Euwe

Seit 1976 lebt Korchnoi – auch nach politischen Konflikten – im Westen, seit 1978 besitzt er die Schweizerische Staatsbürgerschaft.

  
Karpov bei Breshnev: Der Staat feiert den Sieg      Die drei großen K der 80er: Karpov, Kasparov und                                                                                           Korchnoi

Ungewöhnlich lange dauerte seine Profikarriere, die erst durch einen Schlaganfall 2012, also im Alter von 81 Jahren, ihr Ende fand.


Späte Aussöhnung mit Karpov                               Aktiv bis ins hohe Alter

 

 

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